2006 brachte Maisons du Monde den ersten Katalog mit handwerklich gefertigten Produkten und Möbeln aus aller Welt heraus.
Diese Möbel werden hauptsächlich aus Tropenholz hergestellt: Mahagoni und Bambus aus Java in Indonesien, Sheesham, Mangobaum und Akazie aus Indien.
Wir verwenden jedoch auch Holz von Arten aus gemäßigten Breitengraden wie Kiefer, Eiche, Ulme oder Birke aus Neuseeland, den USA und Kanada.
Als Handelsunternehmen für Möbel aus Tropenholz ist daher die Entwaldung für uns ein vorrangiges Thema.
Pro Jahr werden zwischen 10 und 13 Mio. Hektar Urwald abgeholzt, was sich in vielerlei Hinsicht auch auf die Umwelt, die Bevölkerung vor Ort und die Wirtschaft der Länder auswirkt, in denen diese unermesslichen Kohlenstoffvorräte und diese biologische Vielfalt beheimatet sind.
Zu dieser Problematik der Abholzung kommt eine weitere hinzu, nämlich die der illegalen Holzimporte. Heute sollen ¼ der Importe nach Europa aus dunklen Kanälen stammen.
Maisons du Monde will als verantwortungsbewusstes und engagiertes Unternehmen Akteur der Veränderung sein.
Documentaire "Sur les traces du Sheesham" from
Maisons du Monde on
Vimeo.
Angesichts der geringen Verfügbarkeit von zertifiziertem Tropenholz auf den Märkten ist es unumgänglich für ein Unternehmen, dessen Konzept auf der Aufwertung von handwerklich gefertigten Produkten aus aller Welt beruht, mit den lokalen Verantwortlichen nach Lösungen für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu suchen. Als Möbelhandelsunternehmen fällt es in unsere Verantwortung, unseren Lieferanten der südlichen Länder in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit der von ihnen verarbeiteten Hölzer und die Zertifizierung zur Seite zu stehen. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass ihnen Werkzeuge für eine soziale Entwicklung zur Verfügung gestellt werden, die mit der Bewahrung der natürlichen Ressourcen vereinbar sind.
Xavier Marie, Vorstandsvorsitzender und Firmengründer
In Indonesien
Betroffene Tropenhölzer: Teak (Tectona grandis), Mahagoni (Swietenia Mahogany) und Bambus aus Java in Indonesien
Maisons du Monde steht seit 2006 im Dialog mit seinen Lieferanten, um sie für das Thema zu sensibilisieren und sie auf dem Weg hin zur Zertifizierung der Wälder zu begleiten.
2010 sind wir dem TFT (The Forest Trust) beigetreten, um die Einführung von Rückverfolgungssystemen bei den Lieferanten zu optimieren und diesen zu helfen, nachhaltig erzeugte Rohstoffe zu finden. Möbel, deren Holz ausTFT-Projekten stammt, sind entweder mit einem Logo oder einer Kontrollbescheinigung der NGO versehen.
Im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem TFT verpflichten wir uns, laufend die
Zahl der FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierten Artikel zu erhöhen, und wenn kein FCS-Holz verfügbar ist, Produkte mit TFT-Siegel zu bevorzugen.
Maisons du Monde hat sich auch dazu entschlossen, Gemeinschaftsprojekte auf Java zu unterstützen.
In Indien
Betroffene Tropenhölzer: Sheesham (Dalbergia sissoo), Mangobaum (Mangifera indica) und Akazie (Acacia nilotica) aus Indien
Sheesham, auch bekannt als ostindischer Palisander, ist eine im indischen Handwerk traditionell verwendete Holzart. Bisher gibt es noch keine zertifizierten Sheesham-Plantagen.
Die Partnerschaft prüft zum ersten Mal in Indien die Versorgungsketten der Lieferanten und soll ermöglichen, dass eine erste indische Plantage mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung den Weg der FSC-Zertifizierung beschreitet.
Das verlangt Verhandlungen und Lobbying, um die indischen Forstbehörden davon zu überzeugen, dass sie uns auf ihren Plantagen eine nachhaltige Nutzung ermöglichen und dies ohne ihr vorhandenes System zu beeinträchtigen. Unser Engagement zusammen mit dem TFT ist stark, denn es erstreckt sich über mindestens 5 Jahre, um zu gewährleisten, dass die NGO über das für den Erfolg des Projekts erforderliche Kapital und die notwendige Unterstützung verfügt.
Maisons du Monde garantiert der NGO eine völlige Transparenz in Bezug auf die Lieferketten und Einkaufsvolumen des Unternehmens und übermittelt dieser eine Kopie jeder einzelnen Bestellung.
Die sozialen Aspekte sind für uns auch der Schlüssel zu einem verantwortungsbewussten Konzept. Deshalb stützen wir uns auf Business Trading Ethically (BTE), eine kürzlich mit dem TFT fusionierte englische NGO mit Niederlassung in Indien. Sie ist auf die Begleitung von ethischen und sozialen Methoden in Zusammenhang mit den Lieferketten spezialisiert. Die NGO führt bei unseren Lieferanten Audits durch und hilft Ihnen, die Arbeitsbedingungen der Arbeiter zu verbessern, indem sie ihnen Werkzeuge für eine nachhaltige Entwicklung in die Hand gibt.
In den Läden liegt ein Infoblatt über Sheesham,dessen Eigenschaften, die Problemstellungen von dessen Nutzung und über unsere Partnerschaft mit dem Tropical Forest Trust aus, das wir gerne näher erläutern.
In China
Betroffene Tropenhölzer: Spießtanne (Cunninghamiae Lanceolatae), Kiefer (pinus spp), Eiche (Quercus spp), Birke (Betula Spp), Pappel ( Populus spp.) aus Neuseeland, USA, Kanada und China.
Wir haben die Versorgungsketten jedes einzelnen unserer Lieferanten kartografisch erfasst, um die Herkunft der für die Herstellung unserer Möbel verwendeten Hölzer zu erfassen und zurückzuverfolgen. Damit soll deren Legalität garantiert werden. Diese Arbeit wird ständig aktualisiert, um eine perfekte Übereinstimmung mit dem EU-Aktionsplan FLEGT zu gewährleisten.
Wir verlangen von unseren Lieferanten eine völlige Transparenz in Bezug auf die Herkunft ihrer Einkäufe von Holz und Holzprodukten (Sperrholz, Furniere, MDF) und ermutigen sie, soweit wie möglich nach internationalen Standards zertifiziertes Holz zu bevorzugen.
Association FSC- France
Das FSC-Gütesiegel (FSC=Forest Stewardship Council) garantiert, dass Holz aus umwelt- und sozialverträglicher Forstwirtschaft (Schutz des Ökosystems des Waldes, Reduzierung des Drucks auf die natürlichen Wälder, Wiederaufforstung, langfristige wirtschaftliche und soziale Verbesserungen für die Waldarbeiter sowie die lokalen Bevölkerungen etc.) verarbeitet wurde.
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TFT
Der Tropical Forest Trust (TFT) ist eine Vereinigung, deren Hauptziel die Beschaffung von steigenden Mengen an FSC zertifizierten Tropenhölzern für ihre Mitglieder ist.
Der TFT bietet den Forstbetrieben in tropischen Wäldern technische Unterstützung an und garantiert die Rückverfolgbarkeit der Lieferketten. Er begleitet Maisons du Monde bei der Zertifizierung von gemeinschaftlich bewirtschafteten Plantagen in Indien.
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Das GFTN des WWF
Das Global Forest & Trade Network des WWF verfolgt einen partnerschaftlichen Ansatz. Mittels technischer Unterstützung fördert das Netzwerk in erster Linie den Handel und die Verwendung von Holz aus Wäldern, die nach Methoden und Standards bewirtschaftet werden, durch die der langfristige Erhalt der Ressourcen und die biologische Vielfalt der Fauna und Flora als auch soziale Verbesserungen gewährleistet werden. Maisons du Monde arbeitet mit Hilfe des GFTN an seiner gesamten Lieferkette für Holz.
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Maisons du Monde ist als Hersteller und Vertreiber von Holzmöbeln direkt von den Waldökosystemen und deren Aufrechterhaltung abhängig, um den Fortbestand und die Stabilisierung des Produktangebots gewährleisten zu können. Diese Einsicht sowie unsere positive Sponsoring-Erfahrung mit der NGO L’Homme et l’Environnement in Madagaskar seit 2006 haben uns dazu bewegt, mit dieser darüber nachzudenken, wie das Pilotprojekt in Vohimana (Madagaskar) weiterentwickelt und auf andere Hotspots der Biodiversität übertragen werden kann.
So entstand das Programm 30 %, das Projekte zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in zuvor bestimmten Gebieten vorsieht, indem die lokalen Bevölkerungsgruppen in einer langfristigen Bewahrung der Fauna und der natürlichen Ressourcen begleitet werden.
Man&Nature stellt folglich eine pragmatische Lösung dar, um der Abnahme der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.
30 % will seit Generationen überliefertes Know-how achten und aufwerten, indem die Bevölkerungen und die Biodiversität vor Bedrohungen durch Spekulationen und Biopiraterie gemäß nationalem und internationalem Recht (CBD) geschützt werden.
Mit dem Programm 30 % unterstützt Maisons du Monde:
In Kambodscha: Poh Kao, des Tigres et des Hommes
Im Süden des Virachey Nationalparks in einer Zone, die sehr reich ist an emblematischen Arten, darunter 29 seltenen oder vom Aussterben bedrohten Säugetierarten (wie dem Tiger), und stark unter dem Druck von Wilderern aus der lokalen, sehr armen Bevölkerung steht, soll den lokalen Gemeinschaften geholfen werden, andere Entwicklungswege als die gnadenlose Ausbeutung des Waldes und der Fauna zu finden.
Ziel: Verbesserung der Lebensbedingungen der Völkergruppen, um der nicht nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen (Fauna und Flora) entgegenzutreten. Informierung der lokalen Behörden, Gemeinschaften und Kinder und deren Sensibilisierung für den Schutz des Ökosystems.
POH KAO, des Tigres et des Hommes ist eine 2006 gegründete international tätige Hilfsorgansiation. Sie stellt den lokalen Bevölkerungen die Kompetenzen von Fachkräften aus den Bereichen Landwirtschaft, Viehzucht und Tiergesundheit zur Verfügung und sensibilsiert sie für den Schutz des Tigers und der Fauna.
Website: www.pohkao.org/
In Peru: Arutam, den Bevölkerungen am oberen Amazonas bei der Bewahrung ihres Waldes helfen
Die Wälder der Amazonasregion sind sehr reich an Tier- und Pflanzenarten. Sie stehen unter einem starken Entwaldungsdruck, ausgelöst durch von außerhalb kommende Unternehmen, und die Bevölkerungen haben kein Bodenrecht, um dort weiterzubestehen.
Ziel: Es geht darum, im Rahmen einer Expedition die Pflanzen mit Hilfe der einheimischen Körperschaften und den Wissenschaftlern des Forschungsinstituts des peruanischen Amazonasgebiets sowie der nationalen Universität des peruanischen Amazonasgebiets zu bestimmen und zu erfassen. In der Folge sollen dann die Möglichkeiten dieser Arten ausgeschöpft werden, um dem Wald einen Wert zu verleihen, d. h. das Know-how der Gemeinschaften sowie die lokalen Pflanzen sollen aufgewertet werden.
Die Organisation Arutam wurde 1992 gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die einheimischen Bevölkerungen des Amazonasgebiets bei ihrer Entwicklung zu unterstützen und deren Know-how aufzuwerten, indem sie zur Bewahrung von deren Naturräumen und der biologischen Vielfalt beiträgt. Arutam setzt sich vor allem in den Bereichen der traditionellen Krankheitsbehandlung, der Kultur und dem Bodenrecht in Peru und Ecuador ein.
Website: http://arutam.free.fr/
Da der Mensch im Mittelpunkt der Problemstellungen steht und dieser soziale Aspekt für Maisons du Monde von grundlegender Bedeutung ist, unterstützen wir seit 2007 die Ausweitung der Waldzertifizierung der durch lokale Bevölkerungsgruppen genutzten Wälder auf der indonesischen Hauptinsel Java.
Das Projekt der Hara-Gruppe (Zusammenschluss von indonesischen Lieferanten) und von Maisons du Monde hat die Erfassung von 80 Dörfern auf 28 000 Hektar ermöglicht.
Die Besonderheit der gemeinschaftlichen Waldbewirtschaftung ist Tatsache, dass sie eine direkte Einnahmequellle für die Bauern darstellt. Doch diese Projekte können keine großen Holzmengen liefern.
An dem Projekt zur Ausweitung der Waldzertifizierung und Aufforstung nehmen zurzeit 600 Bauern teil und 2000 Hektar erhielten das indonesische Öko-Siegel LEI. Ende Mai 2010 wurde zwischen dem FSC International und LEI ein Memorendum of Understanding unterzeichnet und die beiden Organisationen geben sich 18 Monate Zeit für die gegenseitige Beobachtung.
Um die Zertifizierung von dieser Art von Projekten voranzutreiben, hat Maisons du Monde den die gemeinschaftliche Waldbewirtschaftung von Dipantara begleitenden TFT, gebeten, zusätzlich 2000 Hektar aus dem Projekt der Hara-Gruppe anzugliedern. Damit soll ihnen auf dem Weg zur FSC-Zertifizierung Unterstützung geleistet werden.
Im Rahmen der Partnerschaft mit dem TFT dient ein Teil der von Maisons du Monde zur Vergügung gestellten Gelder zur Finanzierung von Maßnahmen vor Ort. Der andere Teil wird für Legalitätskontrollen in den Fabriken verwendet.
Um alle Ressourcen zu gebrauchen, werden die aus diesen gemeinschaftlich genutzten Wäldern stammenden Äste (Teak und Akazie), die von der Forstindustrie nicht normal verwertet werden können, hier gesammelt und verwendet, um neue Produkte von originellem Stil herzustellen. Durch die Kreativität eines im Bereich Umweltschutz sehr engagierten Lieferanten wird die Ressource mit handwerklichem Know-how optimal aufgewertet… Dank dieser Erfindungsgabe entstand die Kollektion Rivage.
In den Läden
Wir haben an der Umweltverträglichkeit unserer Verpackungen gearbeitet. Seit Januar 2010 gibt es daher an unseren Kassen 100 % biologisch abbaubare und wiederverwendbare Kraftpapiertüten.
Zertifiziertes Papier
Wir drucken unsere Kataloge auf Papier, für das Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten. Darüber hinaus sind wir Mitglied des Unternhemens EcoFolio, an das wir in Abhängigkeit von unserem Papierverbrauch einen Recyclingbeitrag abführen.
In unserem Firmensitz holt der vor Ort ansässige gemeinnützige Verein "Les Papiers de l’Espoir" unser Altpapier und unsere gebrauchten Tonerkartuschen ab. Er verkauft das Altpapier an Recyclingunternehmen weiter, und das erwirtschaftete Geld fließt in humanitäre Projekte und in die Bildungsarbeit in Frankreich und in Entwicklungsländern.
Mit einer Tonne Papier können 15 Schulbücher finanziert werden. 2009 beteiligte sich der Verein "Les Papiers de l’Espoir" durch seine Arbeit daran, dass 3500 Kindern der Schulbesuch ermöglicht wurde.
Kaffee und Tee aus fairem Handel
In unserem Firmensitz benutzen wir für Kaffee- oder Teepausen ausschließlich Kaffeebecher oder Tassen aus unseren Kollektionen, um weniger Plastikabfälle zu erzeugen, und seit März 1010 sind Fair-Trade-Bioprodukte vorhanden.